Vom Appenzellerland nach Estland – der «chorwald» schlägt eine musikalische Brücke
Vor 200 Jahren erklangen auf der Vögelinsegg in Speicher AR erstmals Lieder, die ein neues Kapitel in der europäischen Chorkultur einleiteten. Das erste organisierte Sängerfest Europas war geboren – und wurde zum Vorbild für viele weitere, unter anderem für das estnische Sänger- und Tanzfest (Laulupidu), das heute als UNESCO-Weltkulturerbe gefeiert wird.
Diese bedeutende Verbindung zwischen dem Appenzellerland und Estland steht 2025 im Zentrum des Projekts chorwald. Unter dem Motto «Mir träumte von grossen Chören.» bringt der Chor historische und zeitgenössische Lieder zur Aufführung – darunter Appenzeller Volkslieder, estnische Chormusik und eine Neukomposition von Jürg Surber basierend auf einem estnischen Gedicht.
Die Konzerte finden am 11. Mai 2025 (16.30 Uhr Auftakt auf der Vögelinsegg, 18 Uhr Kirche Speicher AR) und am 25. Mai 2025 (17 Uhr Kirche Wetzikon ZH) statt. Begleitet wird der Chor von Hanna Keller am Hackbrett, die Leitung übernimmt Anna Kölbener. Texte stammen von Heidi Eisenhut.
Ein besonderer Höhepunkt folgt im Juli: Eine eigens zusammengestellte Formation des chorwald reist mit dem Zug nach Estland – direkt zum legendären Sänger- und Tanzfest in Tallinn 2025. Dieses traditionsreiche Fest findet dieses Jahr zum 28. Mal statt. Dort wird der Chor Teil eines musikalischen Grossereignisses, bei dem über 30’000 Sänger:innen gemeinsam auftreten. Die Gruppe nutzt diese Gelegenheit, um neben Tallinn die weiteren Höhepunkte des Landes zu entdecken.
Das Projekt ist eine Hommage an die Kraft des gemeinsamen Singens und die verbindende Wirkung von Musik über Sprach- und Landesgrenzen hinweg. Es zeigt eindrücklich, wie tief die estnische Festkultur mit mitteleuropäischen Ursprüngen verwoben ist – und wie lebendig diese Traditionen bis heute geblieben sind.
Mehr zum Chorwald
Es ist Zeit für Estland. Natürlich nordisch.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.visitestonia.com